16.11.2007 - 16:26 Uhr |

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen

„Kasper vs. Teufel - Vom alten Spiel um Gut und Böse“

Foto: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen

Weihnachtsausstellung vom 01.12. bis 03.02. auf Schloss Moritzburg

Moritzburg, 16.11.2007 (newsropa.de) - Seit Generationen geben die Spieler der traditionsreichen Puppenbühnen in und um Dresden ihren Erfahrungsschatz an Alt und Jung weiter. Dieser Tradition widmet Schloss Moritzburg nun seine diesjährige Weihnachtsausstellung (01.12.07-03.02.08). Unter dem Titel „Kasper vs. Teufel“ beleuchtet die Ausstellung unter anderem das ewig währende Spiel zwischen Gut und Böse. Zu sehen sind zauberhafte Aquarelle und Zeichnungen welche die bunte Welt der Puppenspieler widerspiegeln und auch zu Bühnenbildern inspirierten. Keineswegs fehlen dürfen natürlich die Hauptakteure selbst: Liebevoll und detailreich gestaltete Puppen der Dresdner Puppentheatersammlung und vieler namhafter Puppenbühnen. An vier Tagen werden einige der Protagonisten im Rahmen verschiedener Aufführungen wieder lebendig (Termine: 1., 2., 3. Advent und 20.1. jeweils 15 Uhr; Voranmeldung erbeten unter Tel. 03 52 07 / 873 - 18)

Die Künstlerfreundschaft zwischen Zookasper Egon Gäble und dem Moritzburger Maler Karl Timmler, deren Arbeit sich über Jahrzehnte gegenseitig befruchtete, bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung. Die markanten selbst geschnitzten Puppen Gäbles, deren größter Teil sich heute in der Dresdner Puppentheater-Sammlung befindet, begeisterten über viele Jahrzehnte die Gäste der Puppenbühne im Dresdner Zoo. Sie sind ebenso in der Ausstellung zu bewundern wie die zauberhaften Aquarelle und Zeichnungen Karl Timmlers.

Daneben sind Puppen namhafter Bühnen, wie Familie Hellwig Sr. und Jr., Mai Hof Puppentheater Weißig, Karla Wintermann, Jörg Bretschneider, Johannes Fischer, Volkmar Funke u.a. zu sehen. Das Puppentheater Ruth und Hans-Joachim Hellwig Dresden gehört heute neben den traditionellen Familienunternehmen Dombrowsky und Fischer´s Marionettenbühne zu den langjährigsten aktiven Akteuren. Hans-Joachim Hellwig stand schon 1947 als 14-jähriger Junge mit eigener Bühne vor dem Publikum. Besonders Egon Gäble hatte es ihm angetan und so durfte er bald an seinen Inszenierungen mitwirken. Noch heute spielt er, wie auch sein Sohn Jens Hellwig, u.a. mit Gäbles Puppen. Nahezu alle Puppenspieler, die in der Ausstellung vorgestellt werden, haben in ihrer Laufbahn das Dresdner Puppentheater durchlaufen und sind heute freischaffend tätig. Die Reisetätigkeit und Tourneen bilden noch immer die Lebensgrundlage der Spieler. Eine Ausnahme bildet das Mai Hof Puppentheater Weißig mit fester Spielstätte. Dort agiert Hella Müller mit eigenem Museum, Bühne und zauberhaftem Garten für Groß und Klein. In der Ausstellung werden außerdem die Bühnen Hellwig Junior, Susanne Böhmel, Karla Wintermann, Gottfried Reinhardt, Volkmar Funke und Jörg Bretschneider vorgestellt. In Memoriam erinnern wir an den Puppenspieler Carl Schröder aus Radebeul sowie Peter Beckert aus Moritzburg.

Kontakt:
Paul Jeran
Öffentlichkeitsarbeit / Marketing
Tel. + 49 (0) 3 52 07 - 87 3 16
Fax + 49 (0) 3 52 07 - 87 3 40
eMail: jeran@schloss-moritzburg.de