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Neuer MIBRAG- Eigentümer will investieren und Kraftwerk in Profen bauen

Theißen/Magdeburg, 19.03.2009 (newsropa.de) - Die bisherigen amerikanischen Eigentümer NRG Energy und URS Corporation haben ihre Anteile an der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) an ein tschechisches Konsortium, bestehend aus der J & T Gruppe und Severoceske doly - einem Braunkohlenunternehmen der CEZ Gruppe, verkauft. Am 25. Februar 2009 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet, der in Kraft tritt, wenn die Europäische Kommission im Rahmen eines Fusionskontrollverfahrens die Übernahme genehmigt hat.
Die neuen Eigentümer erklärten bisher, vom neuen Standort aus ihr Deutschlandgeschäft stärken zu wollen. Dazu gehörten neben Investitionen ins klassische MIBRAG-Geschäft auch der Bau eines Kraftwerkes am Standort Profen im südlichen Sachsen-Anhalt, der dadurch eine Aufwertung erfährt. Bisher wurde hier nur Braunkohle gefördert und verarbeitet.
Für das tschechische Konsortium erklärte Daniel Kretinsky vom Finanzinvestor J & T: "Wir wollen die MIBRAG als selbstständiges Unternehmen fortführen und die Unternehmensstrategie weiterhin auf die Zukunftsprojekte ausrichten."
Daniel Benes, Aufsichtsratsvorsitzender von Severoceske doly, hob hervor: "Die Übernahme der MIBRAG ist ein Meilenstein für die gesamte CEZ Gruppe. Wir sehen hier eine Verstärkung unserer Braunkohlenaktivitäten."
In einem ersten Gedankenaustausch verständigten sich die Gesprächspartner darüber, die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten und die Geschäftstätigkeit der MIBRAG kontinuierlich fortzuführen. "Wir freuen uns auf die neuen Gesellschafter und gehen optimistisch an die kommenden Herausforderungen", blickt auch Dr. Joachim Geisler, Vorsitzender der Geschäftsführung, in die Zukunft. Die MIBRAG wird so auch weiterhin zuverlässig ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten und wie bisher stabiler Partner für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter bleiben.
Die Förderreviere der MIBRAG liegen vor allem in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die MIBRAG beliefert die beiden modernen Kraftwerke Lippendorf und Schkopau und betreibt drei eigene Industriekraftwerke. 2007 setzte das Bergbauunternehmen mit mehr als 2.100 Mitarbeitern knapp 330 Millionen Euro um und erzielte 39,8 Millionen Euro Gewinn.
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